Niemals vorschnell reagieren und auf keinen Fall eine vorformulierte Unterlassungserklärung ohne juristische Prüfung unterschreiben. Vorformulierte Erklärungen können jahrzehntelang Vertragsstrafen auslösen — und kosten am Ende oft mehr als die Abmahnung selbst.
Wir prüfen alle Abmahnungen, die typischerweise bei Weingütern, Winzern und im Weinhandel auftreten:
Weinrecht und Etikettenrecht: Verstöße gegen VO (EU) 2019/33 (Bezeichnungen, Herkunftsangaben, Rebsorten, Jahrgang, Alkoholgehalt), fehlerhafte Allergenkennzeichnung, unzulässige Gesundheits- oder Heilversprechen, „Bio"-Bezeichnung ohne EU-Öko-Zertifizierung, falsche Schaumwein- oder Sekt-Bezeichnungen.
Lebensmittelrecht (LMIV): Pflichtangaben nach Lebensmittelinformationsverordnung (VO (EU) 1169/2011), Nährwertangaben, Health Claims, Allergenkennzeichnung, geographische Herkunftsangaben (g.U./g.g.A. — z.B. Champagner, Prosecco, Riesling Pfalz).
Markenrecht: Verwechslungsfähige Marken oder Etikettengestaltung, Verletzung geographischer Herkunftsangaben, Domain-Streitigkeiten, Anmeldung Ihrer eigenen Marke zur Abwehr künftiger Konflikte.
Wettbewerbsrecht (UWG): Irreführende Werbung, unzulässige Werbeaussagen, fehlende oder fehlerhafte Influencer-Kennzeichnung, Vergleichswerbung.
Datenschutzrecht (DSGVO): Cookie-Banner ohne Einwilligung, Tracking-Tools ohne Rechtsgrundlage, Einbindung von US-Diensten ohne Schutzmechanismen.
Urheberrecht — insbesondere Musiknutzung bei Instagram, TikTok, Reels, Stories und anderen Social-Media-Plattformen: Die Plattform-Lizenzen von Meta und ByteDance gelten ausdrücklich nur für rein private Nutzung. Sobald ein gewerblicher Account (z.B. ein Weingut-Profil oder Weinhandel) Musik einsetzt, fehlt regelmäßig die Lizenz von GEMA, Synchronisationsrecht und Tonträgerrechten. Eine wachsende Abmahnwelle 2024–2026 trifft auch Weingüter und Winzer mit Reels-Inhalten. Auch „royalty-free"- oder „lizenzfreie"-Behauptungen schützen oft nicht vor berechtigten Forderungen.
Unser Vorgehen:
1. Senden Sie die Abmahnung samt allen Anlagen per E-Mail an hk@anwalt-wein.de.
2. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung.
3. Bevor Sie etwas unterschreiben, zahlen oder eine Stellungnahme abgeben, sprechen wir.
Hinweis zu Fristen: Die in der Abmahnung genannten Fristen (oft 7–14 Tage) sind kurz, aber realistisch. Schnelles Handeln zahlt sich aus — eine modifizierte Unterlassungserklärung oder berechtigte Zurückweisung wirkt oft mehr als hektisches Mitspielen.